Textilien
Die Textiliensammlung umfasst die Fahnen- und die Uniformensammlung. Beide Sammlungen ergaben sich aus der Tradition des ehemaligen Zeughauses. Während des Ancien Régimes wurden die Stadtbanner, die für den Kriegszug bereitlagen, in den Mauern des Zeughauses aufbewahrt. Umgekehrt liessen oftmals die Angehörigen der Familien, die im Dienste des französischen Königs standen, ihre Regimentsfahnen im Zeughaus einlagern und schenkten sie diesem, wenn das Fahnentuch nicht mehr gebraucht wurde.
Hinzukamen die Beutefahnen aus den eidgenössischen Kriegen wie des Burgunder- oder des Schwaben- bzw. Schweizerkrieges am Ende des 15. Jahrhunderts. Alle diese Fahnen landeten entweder schon im 18., spätestens aber im 19. Jahrhundert im Zeughaus, nachdem sie lange Zeit als Trophäen in der Kirche aufgehängt waren. Im 20. Jahrhundert nahm man auch die Vereinsfahnen des 19. Jahrhunderts aus dem Kanton Solothurn auf. Diese Fahnen gehörten den Vereinen, die mit beteiligt waren, den heutigen Kanton und damit auch den heutigen Bundesstaat mit aufzubauen.
Heute zählt die Fahnensammlung ca. 180 Stücke. Die Uniformensammlung hat sich genauso, wie diejenige der Fahnen aus der Tätigkeit des Zeughauses ergeben. Daher umfasst die heutige Sammlung etwa 600 Uniformen und Unifomstücke. Der Hauptteil der Sammlung besteht aus Kleidungsstücken des 19. und 20. Jahrhunderts.
