Fernwaffen

 

 

 

Die Sammlung der Fernwaffen lässt sich in Armbrüste und Feuerwaffen gliedern. Die ältesten Stücke stammen aus dem 15. Jahrhundert. Neben den Hakenbüchsen, welche die ältesten Objekte dieser Sammlung darstellen, sind es die Wallbüchsen aus den 20er Jahren des 17. Jahrhunderts.

Aus der gleichen Zeit stammt das Orgelgeschütz oder die Hagelbüchse. Dieser Waffentypus wurde schon von Leonardo da Vinci im 15. Jahrhundert entwickelt und mit dem sich verändernden Festungsbau feierte diese Art von Waffe eine Renaissance. Als Besonderheit unter den Geschützen gilt die legendäre "Vorwärts". Gegossen wurde dieses Geschütz 1776 in Strassburg für den damaligen Stadtstaat Solothurn.

Nach den Kriegswirren des Franzoseneinfalls 1798, dem Zusammenbruch des "Ancien Régime" und der Kantonsgründung von 1803 wird das Geschütz 1845 von den Liberalen im 2. Freischarenzug gegen Luzern verwendet und geht dabei an die Konservativen verloren. Mit Ausbruch des Sonderbundskriegs von1847 eroberten die Solothurner Liberalen das Geschütz zurück, und seit Ende des 19. Jahrhundert ist die "Vorwärts" im Museum.

Ebenfalls zur Sammlung gehören einige Flabgeschütze und Tankbüchsen aus der Produktion der Waffenfabrik Solothurn.