Schutzbewaffnung
Das Museum Altes Zeughaus besitzt die grösste Sammlung von Harnischen in der Schweiz. An die 400 Harnische werden im sogenannten Rüstsaal gezeigt. Sie stammen aus der Zeit des 15. bis 17. Jahrhunderts. Die meisten sind Harnische für Landsknechte. Sie geben ein gutes Bild, wie die Bürger einer Stadt ihrer Wehrpflicht nachgekommen waren.
Die Harnische sind das Kernstück des Museumsgutes. Sie sind der Überrest eines einst reichen Bestandes, der zu Beginn des 19. Jahrhunderts noch eine Grösse von ca. 1000 Objekten hatte. Verhängnisvoll wirkte sich der Befehl des damaligen eidgenössischen Artillerieinspektors aus, der 1833 von den Kantonen verlangte, ihren Artilleriepark zu erneuern.Für die Regierung in Solothurn war es nicht leicht, dieser Aufforderung Folge zu leisten. Fehlte doch das nötige Geld, um die Neuanschaffungen zu tätigen. So verfiel man der Idee, die nicht mehr gebrauchten und somit nutzlosen Harnische zu veräussern. Glücklicherweise beauftragte der Rat Martin Disteli als Kenner der Geschichte und der Altertumskunde, die Sammlung zu sichten. Ungefähr 400 Harnische bezeichnete er als unverkäuflich.
